Hüftarthrose – Du fühlst Dich in Deinen Bewegungen schon seit einiger Zeit nicht mehr so ganz flexibel und wohl? Nach längerem Liegen und Sitzen verspürst Du einen deutlichen Schmerz, aber auch nach längerer Belastung treten Beschwerden und Schmerzen auf? Vielleicht hat Dein Orthopäde schon einen Verschleiß des Hüftgelenks diagnostiziert und nun fragst du Dich, was Du tun kannst, um den Schmerzen endlich ein Ende zu bereiten? Immerhin ist sie nach der Kniegelenksarthrose die zweithäufigste Form von Arthrose. Wir wissen zu gut, dass diese Beschwerden Deinen Alltag stark beeinträchtigen können.

Was wir jedoch auch wissen: Die Hüftarthrose selbst ist nicht für Deine Schmerzen verantwortlich. Mit dieser Seite wollen wir

  • Dich deshalb über die wahre Ursache Deiner Hüftgelenksarthrose aufklären,
  • Dir unsere Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und
  • Dich auf dem Weg in die Schmerzbehandlung begleiten.

Unser Ziel ist es, ohne Medikamente und Operationen, so viele Menschen wie möglich in die Schmerzfreiheit zu entlassen. Hierbei legen wir großen Wert auf die Eigenständigkeit unserer Patienten. Wir wollen Deine Abhängigkeit von Medikamenten oder deinem Arzt bei der Behandlung von Coxarthrose reduzieren und Dich vor unnötigen Operationen oder anderen chirurgischen Eingriffen bewahren.

Wir sind nicht gegen zwingend notwendige Operationen, mit denen Patienten ihre Lebensqualität erhalten oder erhöhen können. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmethoden, die man auch vor einer Operation angehen kann, bevor man sich beispielsweise ein künstliches Gelenk (Prothese) einbauen lässt.

1.Die Hüftarthrose im Überblick

Die Hüftarthrose (= Coxarthrose) ist eine Erkrankung des Hüftgelenks, bei der ein Verschleiß des Gelenkknorpels und der Gelenkflächen sowie Knorpelschäden nachweisbar sind. Deutliche Anzeichen der Hüftgelenksarthrose sind der typische „Anlaufschmerz“ und eine starke Einschränkung der Beweglichkeit. 2) Ist die Bewegungseinschränkung erst einmal da, leidet auch die natürliche Ernährungssituation des Knorpelgewebes. Dieses versorgt sich nämlich durch das regelmäßige Wechselspiel von Be- und Entlastung. Funktioniert dieses Wechselspiel nicht mehr richtig, entstehen Schmerzen, die die Bewegungen des Betroffenen zusätzlich hemmen.

So weit muss es jedoch nicht kommen! Auch wenn Dir Dein Orthopäde die Hüftarthrose anhand eines
Röntgenbilds schwarz auf weiß diagnostiziert hat, kannst Du der hier beschriebenen Abwärtsspirale entkommen.

Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, was Du tun kannst, damit sich die Arthrose an Deiner Hüfte zurückbildet und Du Dich wieder flexibler bewegen kannst. Mit unserer Schmerztherapie kannst Du sogar den Knorpelabbau stoppen und ihm langfristig vorbeugen. Zunächst erklären wir Dir jedoch, wie es überhaupt zum Gelenkverschleiß kommen kann, denn das ist auch wichtig zu wissen.

Gelenke, Knorpel und Arthrose

Arthrose gilt weltweit als die häufigste Gelenkserkrankung. Auch wenn viele Gelenke im menschlichen
Körper von Arthrose betroffen sein können, ist es am häufigsten das Kniegelenk,
das einen übermäßigen Verschleiß aufweist, dicht gefolgt von der Hüfte bzw. dem Hüftgelenk.

Die Gelenke insgesamt spielen für die Beweglichkeit unseres Körpers eine übergeordnete Rolle. Von ihnen besitzen wir circa 90-100, die vom Prinzip her alle gleich arbeiten. Erst durch die Gelenke können wir unterschiedliche Positionen einnehmen und uns in verschiedene Richtungen bewegen und drehen. Doch dies ist nur möglich, wenn die vorhandenen Bauteile reibungslos funktionieren und kein „Stopp“ erzwungen wird.


Damit die Knochen jedoch nicht unmittelbar aufeinander reiben, sind sie von Gelenkflüssigkeit und Knorpel umgeben. Der Knorpel sorgt dafür, dass sich ausgeübter Druck gleichmäßig verteilt, Stöße gedämpft und Belastungen abgefedert werden.

Oft ist jedoch nicht mehr genügend Knorpelschicht vorhanden. Langes Sitzen und allgemein unzureichende Bewegung im Alltag führen zu einer Unterernährung der Knorpelschicht.

Werden Knorpel durch Bewegung zusammengedrückt, können Abfallstoffe aus dem Knorpelgewebe
herausgedrückt und entsorgt werden. Lässt die Belastung nach, kann der Knorpel sich mit sogenannter Gelenkschmiere vollsaugen, von der er die nötigen Nährstoffe bekommt.

Dargestellt ist eine Seite der Hüfte bei Hürtarthrose relevanten anatomischen Bezeichnungen

Im Falle einer Hüftarthrose nimmt der Knorpel an der Hüftpfanne (im Bild: Gelenkpfanne) und dem Oberschenkelkopf ab. Die elastische Schicht aus intaktem Knorpelgewebe, die im Normalfall die beiden Gelenkpartner umgibt, schwindet mehr und mehr. Daraufhin erfolgt: Die beteiligten Knochen greifen nur noch schlecht bis gar nicht ineinander. Bei Bewegungen kommt es so in einem fortgeschrittenen Stadium zu einem permanenten Abrieb der Knochen, dieses ist natürlich nicht Gesund. Welche Symptome und Schmerzen dann auftreten erfährst du in diesem Artikel.

2. Hüftarthrose: Symptome, Ursache und Diagnose

Bei einer Hüftarthrose leiden die meisten Patienten unter ganz unterschiedlichen Symptomen. Je nach fortgeschrittenen Stadium, können die Schmerzen schwach oder äußerst heftig stark ausfallen. Wichtig zu wissen ist für Dich jedoch, dass Du nicht unbedingt unter Schmerzen leiden musst, um Arthrose zu haben.

Denn eine diagnostizierte Arthrose ist nicht in erster Linie für Deine Beschwerden verantwortlich. Warum das so ist, erklären wir Dir im Abschnitt zur wahren Ursache Deiner Hüftschmerzen weiter unten.

2.1 Symptome der Hüftarthrose

Obwohl die Symptome bei den meisten Betroffenen langsam zunehmen, gibt es Merkmale, die auch in frühen Stadien eine Hüftarthrose vermuten lassen, das sollte man frühzeitig erkennen und behandeln. Wohl eines der am häufigsten auftretenden Symptome einer Hüftarthrose ist der sogenannte Anlaufschmerz. Hierbei handelt es sich um Schmerzen in der Hüfte, die während der ersten Schritte nach einer Ruhezeit auftreten — beispielsweise morgens nach dem nächtlichen Schlaf oder wenn man mal länger saß oder auf der Couch gelegen hat. Der Betroffene fühlt sich in seinen Bewegungen deutlich eingeschränkt und vernimmt oftmals eine gewisse Steifigkeit im Hüftgelenk, meist unter Schmerzen.

Weitere Symptome, die im Zusammenhang mit einer Hüftarthrose auftreten können, haben wir Dir in der folgenden Liste zusammengestellt.

  • Schmerzen in der Hüft- und Leistenregion: Die Schmerzen sind je nach stärke der Belastung zu spüren. Insbesondere aber beim runter laufen von Treppenstufen oder bei bückenden Bewegungen machen sich Beschwerden bemerkbar.
  • Ruheschmerz: In einem fortgeschrittenen Stadium sind die Schmerzen in der Hüfte oder in der Leiste nun auch in Ruhephasen deutlich zu vernehmen. Sowohl im Liegen als auch im Sitzen leidet der Betroffene unter Beschwerden.
  • Unbeweglichkeit: Aufgrund der Schmerzen fühlen sich Betroffene häufig bewegungsunfähig. Sie haben Angst vor Über- bzw. Fehlbelastungen und weichen jeglicher Bewegung aus, hier sollte Abhilfe geschaffen werden.
  • Einschränkung der Funktion von Muskeln, Bändern und Sehnen: Aufgrund mangelnder Bewegung sind die einzelnen Teile des Bewegungsapparats in ihrer Funktion deutlich eingeschränkt. Die Stoffwechselprozesse in Muskeln, Sehnen und Bändern können nicht stattfinden, was zusätzlich zur Unterversorgung des Knorpelgewebes und somit auch zum Verschleiß beiträgt.
  • Kraftlosigkeit in Hüftgelenk und Beinen: Kraftlosigkeit im Hüftgelenk und Beinen, als Folge der stetig unterforderten Muskeln, Bändern und Sehnen auf.

2.2 Ursache und Entstehung der Hüftarthrose

Wir tragen selber zu der Entstehung der Hüftarthrose bei durch unsere moderne Lebensweise , welche immer mehr von Tätigkeiten im Sitzen geprägt ist. Leider sind vermehrtes Sitzen und allgemein mangelnde Bewegung im Alltag auch von einer deutlichen Einschränkung der genutzten Gelenkwinkel begleitet.

Um leichter nachzuvollziehen, wie Hüftarthrose wirklich entsteht, haben wir Dir die Ursache bzw. die Entstehung in drei Phasen unterteilt:

  1. Phase: Stundenlanges Sitzen verkürzt die vorderen Körperpartien: Unsere Knochen, Muskeln und das Bindegewebe (Faszien) sind wichtige Körperstrukturen, da sie im Normalfall vielfältige Bewegungen ermöglichen. Nutzen wir ihr Potenzial jedoch nicht mehr vollständig aus, kommt es aufgrund langer Sitzphasen — im Büro, vor dem PC oder dem TV, im Auto oder auf dem Sofa — zu Verkürzungen von Muskeln und Faszien im vorderen Körperbereich. Daher sollte man dies versuchen zu vermeiden um dem entgegen zu wirken.
  2. Phase: Überspannungen an Muskeln und Faszien bauen sich auf: Aufgrund der Verkürzungen in der vorderen Körperregion, insbesondere am Hüftbeuger und den Oberschenkeln , kommt es beim Aufstehen zu Überspannungen. Dies geschieht vor allem deshalb, weil die verkürzten Muskeln nach einiger Zeit des Sitzens in die Länge gestreckt werden und eine deutliche Zugkraft nach vorne ausüben. Um dieser Kraft entgegenzuwirken, werden nun die Muskeln und Faszien im hinteren Körperbereich stark gefordert. Würde dies nicht passieren, könnte man nicht aufrecht laufen oder gehen. Die bestehenden Überspannungen vorne und hinten sorgen langfristig dafür, dass der Hüftkopf in das Gelenk hineingezogen wird. Da wir das Bein im Sitzen auch nicht zur Seite abwinkeln, entstehen auch in der Leiste Verkürzungen, die die Zugkraft auf das Hüftgelenk zusätzlich verstärken und zu möglichen Symptomen führen.
  3. Phase: Knorpelschäden und Gelenkverschleiß: Da die Knochen im Gelenk aufeinandergepresst werden, leidet auf Dauer der Gelenkknorpel wie oben beschrieben. Seine gelenkerhaltende Funktion nimmt immer weiter ab, da es zu einem stetigen Abrieb des Knorpels kommt. Auch wenn der Patient an diesem Punkt noch nicht unter starken Schmerzen leidet, kann der Gelenkverschleiß per Röntgenaufnahme nachgewiesen werden. Je länger dieser Gelenkverschleiß voran geschritten ist, desto wahrscheinlicher sind Schmerzen und Symptome von Hüftarthrose.

Später zeigen wir Dir, wie man mit bestimmten Übungen diesem entgegen wirken kann.

Irrtum: Schmerzentstehung bei Arthrose
Leider hält sich konsequent der weitverbreitete Irrtum, dass Arthrose für die Schmerzen in den betroffenen Gelenken verantwortlich sei. Dem ist, unserer Erfahrung nach, jedoch nicht so. Der Knorpel, der sich bei Arthrose aufgrund der Überspannungen abreibt, besitzt keine Schmerzrezeptoren. Die dafür zuständigen Rezeptoren, die den Schmerz an Dein Gehirn melden, liegen hingegen in der Gelenkinnenhaut. Sie registrieren den Verschleiß deines Hüftgelenks und geben Dir die Rückmeldung, dass es an der Zeit ist, etwas zu verändern. Aufgrund seiner alarmierenden Funktion bezeichnen wir diesen Schmerztyp als „Hinweisschmerz“.

2.3 Diagnose und Stadien einer Hüftgelenksarthrose

Hüftarthrose gilt als degenerative Gelenkerkrankung, d. h., das Fortschreiten der Krankheit entwickelt sich langsam aber kontinuierlich. Der Prozess des Knorpelabriebs verläuft dabei meist in drei unterschiedlichen Stadien.

  1. Stadium: Die sogenannte „stille Arthrose“ bleibt lange Zeit unbemerkt, da sie beim Betroffenen
    keinerlei Beschwerden auslöst. Der Befund einer Arthrose ist hier meist zufällig. Wird aus einem bestimmten Grund ein Gelenk untersucht, beispielsweise geröntgt, kann der auffällige Knorpelabrieb auf dem Bild zu sehen sein und die Arthrose rein zufällig diagnostiziert werden, wie bereits oben beschrieben.
  2. Stadium: Im 2.Stadium hat der Patient bereits Schmerzen im bestimmten Gelenk. Man spricht in diesem Fall von einer „aktivierten Arthrose“, da entzündliche Vorgänge schon begonnen haben. Je nachdem, wie stark der Prozess des Knorpelverschleißes bereits vorangeschritten ist, sind die Beschwerden unterschiedlich stark ausgeprägt und man ist unterschiedlich stark eingeschränkt.
  3. Stadium: Sind die Schmerzen nun dauerhaft und vor allem auch im Ruhezustand vorhanden, kann man in den meisten Fällen gesichert von einer Arthrose sprechen. Die bereits entstandenen Entzündungen im Gelenk und die damit einhergehenden Bewegungseinschränkungen und Unflexibilität bedürfen einer Therapie. Diese besteht im Regelfall leider immer noch aus der Gabe von Medikamenten und operativen Eingriffen.

3. Behandlung der Hüftarthrose

Du erfährst hier, welche Behandlungsweise wir bei Hüftarthrose bevorzugen und warum wir unsere Patienten mit unserer Schmerztherapie so erfolgreich behandeln können ohne Medikamente und Operationen. Wichtig für jede Therapie ist ihr Ansatz. Denn oft genug wird bei der Behandlung von Erkrankungen nicht an der eigentlichen Ursache angeknüpft, sondern es wird lediglich das Symptom behandelt. Für uns ist es nur logisch, dass der Körper keine Heilungschancen bekommt. Das schlimmste ist jedoch das der Hinweisschmerz unterdrückt wird und die eigentliche Ursache viel zu oft übersehen wird.

Liebscher & Bracht: Hilfe zur Selbsthilfe bei Hüftarthrose

Genau diese Alarmsignale Deines Körpers machen wir uns mit der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht zunutze. Bei unserer manualtherapeutischen Technik der Osteopressur drücken wir Hinweisschmerz-Rezeptoren in Deiner Knochenhaut, die Du mit Schmerzmitteln lahmlegen würdest. Diese werden ohne Medikamente behandelt und nicht mit Medikamenten betäubt. Denn eine Betäubung bringt auf lange Sicht gesehen niemandem etwas. Eine erste große Erkenntnis für Dich wäre also, die Schmerzen anzunehmen und ihre Botschaft richtig zu deuten, diese nicht mit Schmerzmitteln zu betäuben. Hierzu gehört auch, die Schmerzmittel nach Rücksprache mit Deinem behandelnden Arzt abzusetzen. Bei allen weiteren Maßnahmen helfen wir Dir gerne.

4. Übungen gegen Beschwerden bei Hüftarthrose

Hier erhältst Du hilfreiche Übungen gegen Hüftschmerzen bei Hüftarthrose. Habe keine Scheu, die Übungen zu machen, wenn Du bereits Schmerzen hast — denn Du willst sie ja endlich loswerden. Genauso wichtig aber: Bleibe dran, auch wenn die Schmerzen bereits abgeklungen oder ganz verschwunden sind, denn nur so kannst Du auf Nummer sicher gehen, dass es in der Zukunft nicht erneut auftritt. Wenn Du zu den Übungen weitere Fragen haben solltest, kannst Du dich gern bei uns melden, wir helfen Dir gern weiter.

Übung 1: Begebe Dich in eine
Schneidersitz-Position, finde die richtige Kniehöhe und beuge Dich im Hohlkreuz mit dem
Oberkörper so weit nach vorne, dass Du eine Dehnung in beiden Gesäßhälften
verspürst.

Patientin führt im Sitzen mit angewinkelten Knien und überkreuzten Beinen, vorgelehntem Oberkörper Übung gegen Hüftarthrose aus

Im Detail: Setze Dich für die erste Übung auf eine Matte oder auf den Teppichboden. Winkle Deine Beine an und kreuze Deine Füße so, als würdest Du Dich in den Schneidersitz begeben wollen. Das Ziel ist es, Dich mit einem geraden Oberkörper so weit vornüber zu beugen, dass Du im Gesäß eine Spannung aufbauen kannst. Teste hierfür die optimale Position Deiner Knie aus und schaue, wie Du die Spannung am besten erzeugen kannst.

Hast Du Deine Position gefunden, richtest Du Deinen Rücken gerade und aufrecht aus und gehst dabei deutlich ins Hohlkreuz. Anschließend ziehst Du Dich mit den Händen immer weiter nach vorne und löst durch die Dehnung im unteren Rücken, im Gesäß und auch in den hinteren Oberschenkeln schrittweise die Überspannungen.

In der nächsten Phase spannst Du in Deiner Position beide Gesäßhälften an, bleibst dabei aber immer noch im Hohlkreuz und ziehst Dich mit der Kraft Deines Gesäßes hoch. Nach der Anspannung lässt Du wieder nach und versuchst, mit Deinem Oberkörper noch ein Stückchen weiter nach vorne zu kommen. Diesen Vorgang wiederholst Du dreimal, wobei du jedes Mal darauf achten solltest, im Hohlkreuz zu bleiben. Für eine effektive Wirkung dieser Übung ist dies ganz entscheidend.

Übung 2: In der Bauchlage drückst Du Deinen Oberkörper
mit den Armen so weit nach oben, dass Du im unteren Rücken und im vorderen Körperbereich
eine deutliche Dehnung spürst.

Frau macht Übungen gegen Arthrose

Im Detail: Lege Dich für diese Übung in Bauchlage auf eine Matte. Strecke zunächst Arme und Beine aus. Spreize anschließend die Beine jeweils so weit wie möglich zur Seite und lasse die Fußrücken aufliegen.

Winkle nun Deine Arme an und drücke Dich auf die Unterarme. Merkst Du in dieser Position schon ein Ziehen im unteren Rücken, im Bauch oder gar in der Leiste, dann kannst Du schon in dieser Position verharren und die Dehnung spüren. Solltest Du jedoch noch keine Dehnung bzw. kein Ziehen bemerken, dann stelle Deine Arme senkrecht und drücke Deinen Oberkörper nach oben.

Jetzt solltest Du eine deutliche Dehnung in den vorher genannten Bereichen verspüren. Nun gilt es, diese Position mindestens für zwei bis zweieinhalb Minuten zu halten. Auch bei dieser Übung baust Du drei Anspannungsphasen ein. Hierfür drückst Du die Knie jeweils ganz feste in den Boden. Der Druck sollte wirklich maximal hoch sein. Dann lasse nach und drücke Dich mit den Armen noch ein kleines Stück weiter nach oben. Nimm auch den Kopf mit nach oben und steigere die Dehnung Stück für Stück. Dies wiederholst Du nun dreimal.

Hast Du diese Dehnung dreimal ausgeführt, empfehlen wir Dir, Dich langsam in den Fersensitz zu begeben und Dich wie ein kleines Päckchen zusammenzukrümmen, sodass Dein Rücken und alle anderen gedehnten Bereiche entspannen können.

Checkliste für die Hüftarthrose – Übungen

Damit bei unseren Übungen gegen Hüftarthrose nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Rangordnung zusammengestellt.

✅ Orientiere Dich immer an Deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst
Du, wenn Du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen. Eins bedeutet: Du merkst fast keinen Schmerz und kannst die Atmung ohne Probleme absolvieren.

✅ Übe an sechs Tagen pro Woche und führe die Übung mindestens ein bis zwei mal täglich aus. Falls Du die entspannenden Reparatur-Vorgänge in Deinen Muskeln und Faszien noch besser unterstützen möchtest, kannst Du die Wiederholungen auch im 12-Stunden-Rhythmus durchführen: einmal morgens, einmal abends. Wichtig ist es hier ebenfalls, nicht zu übertreiben!

✅ Für die beiden Übungen solltest Du insgesamt jeweils zwei bis zweieinhalb Minuten investieren. Anhand dieser Angabe siehst Du, das es keine Übungen sind die mehrere Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Daher sind diese Übungen auch am Tag in kurzen Pausen zu erledigen.

✅ Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Übungen nutzen Deinen Schmerz in der Hüfte als Ausgangspunkt und täglichen Vergleichswert. Du solltest ihn daher nicht künstlich unterdrücken, sondern als Orientierung für die korrekte Übungsdurchführung und Dehnungsintensität einsetzen. Schmerzmittel würden Deine Fortschritte nur verfälschen und Dir ein unrealistisches Bild Deines Schmerzzustands vermitteln. Du musst merken, inwiefern die Übungen Dir helfen, das kannst Du nicht wenn der Schmerz durch Schmerzmittel betäubt ist.

✅ Sei geduldig — auch wenn schnelle Ergebnisse keine Seltenheit darstellen. Es kann etwas dauern, bis Dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert, sich der Stoffwechsel normalisiert und die Zugkräfte aus Spannung und Gegenspannung zurückgehen. Gebe nicht nach ein paar Übungen direkt auf, denn es kann auch sein, das die Besserung erst nach weiteren Übungen auftritt.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei den Übungen!

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